Autonomie im Fremdsprachenunterricht: Prinzipien, Spannungsfelder und Möglichkeiten

Titel der Fortbildung Autonomie im Fremdsprachenunterricht: Prinzipien, Spannungsfelder und Möglichkeiten
Inhalt/Lernziele Autonomie ist in den letzten Jahrzehnten zunehmend zu einem Leitwort im Fremdsprachenunterricht geworden. Die Literatur schlägt uns zahlreiche Definitionen von Autonomie vor, die auf persönliche, soziale, psychologische, lernpsychologische und technische Aspekte dieser komplexen Fähigkeit hinweisen. Wenn es auch leicht ist, sich zu Autonomie als Prinzip für das Fremdsprachenlernen und -lehren zu bekennen, schwieriger wird es, wenn wir versuchen, dieses Prinzip in konkreten Unterrichtssituationen und in institutionellen Kontexten umzusetzen. Was bedeutet es konkret, Autonomie zu fördern? Was ist dabei zu berücksichtigen? Welche Einstellungen, welche Kompetenzen werden beim Lehrenden und beim Lernenden vorausgesetzt? Und wie kann Autonomie mit institutionellen Vorgaben und Bedingungen in Einklang gebracht werden? Welche Wege können im beruflichen Alltag begangen werden, um aus diesen Spannungsfeldern einen Raum des Möglichen zu eröffnen?

Inhalt und Ziele

In diesem Workshop werden Grundprinzipien von Lerner- und Lehrerautonomie vorgestellt und besprochen sowie über Einstellungen und Voraussetzungen reflektiert, die zur Ausübung und Förderung von autonome(re)n Lern- und Lehrverhalten in den jeweiligen institutionellen Kontexten führen.

Davon ausgehend werden die Teilnehmer und Teilnehmerinnen eingeladen, über eigene Erfahrungen im Hinblick auf Lerner- und Lehrerautonomie nachzudenken.

Außerdem werden Beispiele und Kriterien für autonomiefördernde Aufgaben und Projekte besprochen sowie Möglichkeiten, das unterrichtliche Lernen mit außerunterrichtlichen Lernformen zu verzahnen.

Vorschläge für den eigenen Unterricht werden erarbeitet.

Lernziele: Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen

  • erwerben Kenntnisse über Ansätze zu und Definitionen von Lerner- und Lehrerautonomie im Fremdsprachenunterricht;
  • reflektieren über Möglichkeiten der Förderung von Autonomie im eigenen institutionellen Kontext;
  • identifizieren Kriterien für einen autonomiefördernden Fremdsprachenunterricht sowie für die Erarbeitung von Aufgaben und Projekten;
  • reflektieren über Möglichkeiten der Integration zwischen unterrichtlichem und außerunterrichtlichem Lernen.

Arbeitsformen: Vortrag; Diskussion; Partner- und Gruppenarbeit.

Referentin Maria Giovanna Tassinari ist Leiterin des Selbstlernzentrums am Sprachenzentrum der Freien Universität Berlin. In dieser Funktion bietet sie Workshops und Seminare für Studierende und Lehrende zu Lerner- und Lehrerautonomie, Lernstrategien beim autonomen Fremdsprachenlernen, Sprachlernberatung. Ihre Dissertation „Autonomes Fremdsprachenlernen: Komponenten, Kompetenzen, Strategien“ ist 2010 bei Peter Lang erschienen und wurde 2011 mit dem Bremer Forschungspreis des AKS ausgezeichnet. Sie ist als committee member des LASIG (Learner Autonomy Special Interest Group des IATEFL) verantwortlich für Webinare. Sie hat zahlreiche Vorträge auf deutschen und internationalen Kongressen gehalten und auf Deutsch, Englisch und Französisch veröffentlicht.
Datum, Uhrzeit Mittwoch, 07.09.2016, 9-16 Uhr
Arbeitseinheiten 6
Themenbereich B